16.000 Beschäftigte auf der Straße - Druck auf Tarifrunde erhöht

10.02.2026

Mit einer eindrucksvollen Demonstration haben die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder in Düsseldorf unmissverständlich klargemacht: So wie bisher kann es in der Tarifrunde 2025/2026 nicht weitergehen. Der BDK NRW war vor Ort und steht geschlossen hinter den Forderungen der Kolleginnen und Kollegen.
Der BDK demonstriert in Düsseldorf

Starkes Zeichen aus Düsseldorf

Am heutigen Dienstag beteiligten sich nach übereinstimmenden Medienberichten rund 16.000 Beschäftigte am landesweiten Warnstreik des öffentlichen Dienstes der Länder in Düsseldorf. Der Demonstrationszug führte vom innerstädtischen Sammelpunkt beziehungsweise von der Rheinwiese bis zur Abschlusskundgebung vor dem Landtag Nordrhein-Westfalen.

Der Protest verlief friedlich, diszipliniert und geschlossen. Die hohe Beteiligung machte deutlich, wie groß der Unmut über den bisherigen Verlauf der Tarifverhandlungen ist – und wie entschlossen die Beschäftigten sind, für faire Arbeits- und Entgeltbedingungen einzutreten.

BDK NRW solidarisch an der Seite der Beschäftigten

Auch der Bund Deutscher Kriminalbeamter Nordrhein-Westfalen beteiligte sich aktiv am Warnstreik. Zahlreiche Mitglieder des BDK NRW waren in Düsseldorf vor Ort und setzten gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen ein sichtbares Zeichen der Solidarität.

Für den BDK NRW ist klar: Ohne spürbare Verbesserungen bei Einkommen und Arbeitsbedingungen wird es nicht gelingen, den öffentlichen Dienst der Länder zukunftsfähig aufzustellen – gerade auch in sicherheitsrelevanten Bereichen.

Zwei Verhandlungsrunden ohne Ergebnis

Der Warnstreik ist die Konsequenz aus zwei bislang ergebnislosen Verhandlungsrunden in der laufenden TV-L-Tarifrunde. Die bisherigen Angebote und Eckpunktepapiere der Arbeitgeberseite bleiben deutlich hinter den Erwartungen zurück und werden der Realität nicht gerecht.

Angesichts anhaltender Reallohnverluste, steigender Lebenshaltungskosten und wachsender Arbeitsbelastung sind diese Vorschläge für die Beschäftigten nicht akzeptabel.

Klare Erwartungen an die dritte Verhandlungsrunde

Mit dem Warnstreik richten die Beschäftigten den Blick bewusst auf die morgen anstehende dritte Verhandlungsrunde. Die Erwartungen sind eindeutig:

Die Arbeitgeberseite muss endlich ein substanzielles und verhandlungsfähiges Angebot vorlegen, das

  • die Reallohnverluste vollständig ausgleicht,

  • eine angemessene Laufzeit von zwölf Monaten vorsieht,

  • das Zulagenwesen deutlich verbessert und

  • den öffentlichen Dienst der Länder wieder attraktiv und konkurrenzfähig macht.

Arbeitgeber jetzt in der Verantwortung

Der heutige Warnstreik hat unmissverständlich gezeigt: Die Beschäftigten sind bereit, für ihre berechtigten Forderungen einzustehen. Halbherzige Angebote und Verzögerungstaktiken werden nicht akzeptiert.

Nun liegt es an der Arbeitgeberseite, dieses klare Signal ernst zu nehmen und in der kommenden Verhandlungsrunde Verantwortung zu übernehmen. Der BDK NRW erwartet Lösungen, keine weiteren Vertröstungen.

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Foto: Christel Fein, zur Nutzung überlassen. Die gezeigten Personen wurden unkenntlich gemacht, zeigen aber reale Menschen. Diese sind mit der Veröffentlichung einverstanden.
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