BDK Lippe zum Missbrauchfall Lüdge

11.09.2023

Mit Befremden hat der BDK Lippe die Berichterstattung der letzten Tage aus der Sitzung des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses (PUA) zum Missbrauchsfall Lügde vom verfolgt.
Kriminalpolizei

Mit Befremden hat die Berufsvertretung „Bund deutscher Kriminalbeamter“ (BDK) die Berichterstattung der letzten Tage aus der Sitzung des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses (PUA) zum Missbrauchsfall Lügde vom 28.08.2023 verfolgt. In Reaktion auf die Aussagen eines Pensionärs aus der KPB Lippe, der verschiedene Führungskräfte aus Lippe inklusive des Landrats, die vor und nach dem Missbrauchsfall von Lügde in der KPB tätig waren, kritisierte, erfolgten kritische Äußerungen von Ausschussmitgliedern, wie „wir haben oder hatten zumindest in Lippe ein massives strukturelles Problem“.

Diese Aussage ist dem BDK in Lippe zu pauschal und widerspricht insbesondere der aktuellen Situation in der Kreispolizeibehörde Lippe. Eine Konkretisierung dieser Pauschalaussage ist wichtig, ansonsten kann sie starken Schaden anrichten. Zum einen haben derlei undifferenzierte Aussagen das Potential, das Vertrauen der Bevölkerung in die Polizei zu schwächen, zum anderen werden Menschen damit kritisiert, die in keinerlei Zusammenhang mit dem Missbrauchsfall von Lügde stehen, teilweise erst Jahre später in die Behörde kamen. Wir fühlen uns an die Anfänge der Ermittlungen und Vorwürfe nach den Vorfällen von Lügde erinnert, wo pauschale Aussagen die Angehörigen der Kreispolizeibehörde Lippe in ihrer Gesamtheit verurteilen. Die aktuellen Mitarbeitenden der Kreispolizeibehörde Lippe leisten hervorragende bürger- und werteorientierte Arbeit. Darin schließen wir die derzeitige Führung explizit ein.

Marko Börner

  1. Vorsitzender