Der BDK Bremen im Austausch mit dem Innensenator

01.05.2023

Am 27. April konnte der Landesvorstand des BDK LV Bremen mit dem Senator für Inneres, Ulrich Mäurer, in den Austausch gehen. In angenehmer Gesprächsatmosphäre wurden viele, uns wichtige, Themen besprochen. Der durch die Behördenleitung ausgerufene Krisenmodus war ebenso Thema wie die Problematik um die Abarbeitung der „Halde“ und die unhaltbare Personalsituation in der Kriminalpolizei Bremen.
Der BDK Bremen im Austausch mit dem Innensenator
Aufnahme: BDK Bremen

Dem Vorschlag gegenüber, regelmäßig nach dem Studium, ausgebildete Polizeistudierende direkt in die Kriminalpolizei zu steuern, zeigte Herr Mäurer sich durchaus aufgeschlossen. Er betonte: „Es ist an der Zeit diesbezüglich auch in Bremen endlich neue Wege zu gehen!“ Der Rückgang der Bewerberzahlen kann ein weiteres Indiz für die Notwendigkeit eines durchlässigeren Verfahrens zur Übernahme in die Kriminalpolizei sein.

Auch familienfreundlicheren, alternativen Arbeitszeiten gegenüber äußerte Herr Mäurer sich aufgeschlossen. Voraussetzung sei jedoch, dass diese auf freiwilliger Basis der Kolleginnen und Kollegen erfolgen.

Kritisch diskutierten wir die Situation um den Bremer Hauptbahnhof und die Maßnahmen gegen die dortige Obdachlosen- und Drogenszene. Wir haben als BDK darauf hingewiesen, dass eine konsequente Beteiligung weiterer Ressorts, insbesondere Soziales, zwingend notwendig ist. Aktuell kommt es lediglich zu einer Verdrängung der Szene in das Bahnhofsumfeld.

Abschließend forderten wir vom Innensenator schnelles Handeln im Sinne personeller und technischer Ausstattung sowie um ausreichende finanzielle Mittel für eine zukünftig funktionsfähige Kriminalpolizei. Eine vor kurzem durchgeführte Umfrage von Radio Bremen ergab, dass jede/r Zweite sich in Bremen nicht sicher fühlt. Dies macht deutlich, dass beim Thema Sicherheit keine weiteren Sparmaßnahmen möglich sind!

Statt weiter den, auch offiziell so genannten, Krisenmodus 23/24 zu diskutieren, fordern wir als BDK Bremen eine Auseinandersetzung mit der „KRIPO 2025“. Nur eine klare Zielsetzung nimmt Mitarbeitende mit auf einen gemeinsamen Weg.  

diesen Inhalt herunterladen: PDF