Dresdner Kripo-Frühstück voller Erfolg

14.04.2022

33 BDK-Mitglieder und Gäste fanden sich am 2. April 2022 zum Kripo-Frühstück im Dresdner Jugendstil-Restaurant „Carolaschlösschen“ ein und erlebten einen informativen und angenehmen Samstag-Vormittag. Nachdem die traditionelle Veranstaltung des BV Dresden zwei Mal coronabedingt abgesagt werden musste, hat es nun beim dritten Anlauf geklappt.
Dresdner Kripo-Frühstück voller Erfolg
Kripo Frühstück ©BDKSachsen

Als Gast konnten der BDK Alexander Schneider, den Polizei- und Gerichtsreporter der Sächsischen Zeitung, begrüßen. Die Gesprächsrunde mit dem Gast wurde wieder von Karsten Schlinzig moderiert.

Alexander Schneider beschäftigt sich als Journalist seit über zwanzig Jahren mit Kriminalität und Strafrecht. Mit den Jahren hat er sich auch das entsprechende Fachwissen angeeignet. So würde er nie schreiben, die Staatsanwaltschaft habe Haftbefehl erlassen. Auch den Unterschied zwischen Raub, räuberischer Erpressung und Diebstahl sei ihm geläufig.

Auf die Frage, wie er den Auftritt von Polizei- und Kriminalbeamten vor Gericht bewerte, sagte Schneider, bis auf ganz wenige Ausnahmen sei der Auftritt der Beamten professionell und sachlich. Allerdings sei ihm aufgefallen, dass sie oft doch etwas aufgeregt sind. Fälle zum Fremdschämen seien sehr selten, würden dann aber leider von einzelnen Medien zum Anlass besonderer Berichterstattung genommen. Dabei würden wohl alle mal Fehler machen.

Berichtet er lieber über die alltäglichen Fälle vom Amtsgericht oder lieber über die großen, spektakulären Fälle? Ihm sei wichtig, dass die Leser seiner Zeitung auch über die alltäglichen Fälle, die nun einmal zum Leben dazu gehören, informiert würden. Die großen Prozesse ziehen sich oft über Monate hin, er verbringe dann unendlich viele Tage im Gericht und der Fall komme nicht zum Ende.

Fälle wie Stephanie oder Annelie gehen ihm als Vater zweier Kinder auch persönlich nahe. Bei Polizeieinsätzen, die er oft begleitet, halte er die Arbeit der Polizei überwiegend für sehr professionell. Mit den Jahren kennt man sich und er könne schon einschätzen, warum die Polizeibeamten gerade so und nicht anders agieren.

Auf die Frage, was er vom „gendern“ halte, sagt er ganz klar: „Ich halte nichts davon und praktiziere es auch nicht.“ Seine jüngeren Kollegen würden dies aber anders sehen.

Für die BDK-Mitglieder, die auch nicht unbedingt Kontakt mit der Presse haben, war es ein interessanter Einblick in die Arbeit eines Journalisten mit engem Bezug zur Polizei. Individuelle Gespräche an den Tischen rundeten die Veranstaltung ab.

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