Einigung bei Tarifverhandlungen: Kein Durchbruch sondern vertagte Probleme
16.02.2026
Nach tagelangen Verhandlungen konnten sich die Gewerkschaften und die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) in der dritten Verhandlungsrunde auf einen neuen Tarifvertrag einigen. Der Verhandlungsrunde waren deutschlandweite Streiks vorausgegangen.
Bei einer Laufzeit von 27 Monaten erfolgte eine Einigung in folgenden Punkten:
- Die neue Tarifvereinbarung sieht eine Erhöhung der Einkommen in Höhe von insgesamt 5,8% vor. Diese soll in drei Stufen erfolgen:
- 01.04.2026: 2,8%, mind. 100€
- 01.03.2027: 2,0%
- 01.01.2028: 1,0%
- Zudem werden die Schicht- und Wechselschichtarbeitszulagen kräftig erhöht. Die Schichtzulage steigt auf 100€, die Wechselschichtzulage auf 200€ (für Krankenhäuser auf 250€). Teilzeitbeschäftigte im Schicht- oder Wechselschichtdienst erhalten jetzt ab der ersten Stunde über der individuellen Arbeitszeit Überstundenzuschläge.
- Für studentische Beschäftigte an Hochschulen und Universitäten steigen die Stundenlöhne auf 15,20€ und ein Jahr später auf 15,90€. Im Rahmen eines Ausbildungspakets werden die Ausbildungsentgelte in drei Stufen um 150€ erhöht.
Was bleibt ungelöst? Forderungen wie die stufengleiche Höhergruppierung, eine Reform der Entgeltordnung und Verbesserung von Aufstiegschancen, eine Anpassung der Jahressonderzahlung sowie vor allem eine echte Reallohnerhöhung wurden vertagt.