KI, Wahlen und große Emotionen: BDK Bayern blickt in die Zukunft
26.03.2026
Vor der eindrucksvollen Kulisse des Bildungszentrums Kloster Banz kamen vom 24.03.26 - 25.03.2026 die Delegierten des BDK Landesverband Bayern zum Landesdelegiertentag zusammen.
Die Veranstaltung verband in besonderer Weise inhaltliche Tiefe, richtungsweisende Entscheidungen und einen festlichen Abend voller Wertschätzung – ganz im Zeichen des Mottos „KI – Polizei in der Zukunft“.
Schon zu Beginn wurde deutlich: Die Polizei steht an einem Wendepunkt. Neue Technologien, allen voran die Künstliche Intelligenz, verändern die kriminalpolizeiliche Arbeit nachhaltig. In zahlreichen Beiträgen und Diskussionen wurde spürbar, mit welchem Verantwortungsbewusstsein und gleichzeitigem Gestaltungswillen sich die Teilnehmer diesen Herausforderungen stellen.
Ein besonderer Moment war die Diskussionsrunde zum Leitthema, die von Dr. Markus Hellenthal moderiert wurde. Engagiert, offen und mit Blick für das Wesentliche wurden Chancen, Grenzen und auch ethische Fragestellungen rund um den Einsatz von KI beleuchtet. Es wurde deutlich: Technik allein löst keine Fälle – aber sie kann den Menschen im Dienst entscheidend unterstützen.
Auch politisch fand die Veranstaltung große Beachtung. Mit Joachim Herrmann war der Bayerische Staatsminister des Innern, für Sport und Integration vor Ort. In seinem Beitrag würdigte er die Arbeit der Kriminalpolizei und betonte die Bedeutung moderner, zukunftsfähiger Strukturen. Gleichzeitig unterstrich er die Notwendigkeit, bei allen technischen Entwicklungen stets den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen – sowohl die Ermittlerinnen und Ermittler als auch die Bürgerinnen und Bürger.
Ein zentraler Programmpunkt waren die Neuwahlen des Landesvorstandes. Mit einem beeindruckenden Ergebnis von 98,6 Prozent wurde Frank Häublein zum neuen Landesvorsitzenden gewählt. Er übernimmt das Amt von zwei Vorgängen, von Robert Krieger und Jürgen Schneider. Das Wahlergebnis spiegelte nicht nur großes Vertrauen wider, sondern auch den Wunsch nach Kontinuität und gleichzeitig neuen Impulsen. Der Dank an den bisherigen Amtsinhaber war ebenso spürbar wie die Zuversicht in die zukünftige Führung.
Den emotionalen Höhepunkt bildete schließlich der Festabend. In würdigem Rahmen wurde die Ehrenkriminalmarke an Rudi Cerne verliehen. Eine Auszeichnung, die Persönlichkeiten ehrt, die sich in besonderer Weise um Aufklärung und die Vermittlung kriminalpolizeilicher Arbeit verdient gemacht haben.
Die Laudatio hielt Dieter Csefan, Präsident der Vereinigung Kriminaldienst Österreich (VKÖ). Mit eindrucksvollen Worten zeichnete er den Weg Cernes nach und hob dessen außergewöhnliches Engagement hervor. Über viele Jahre hinweg habe er mit großer Sensibilität und journalistischer Verantwortung dazu beigetragen, ungeklärte Verbrechen im öffentlichen Bewusstsein zu halten und damit konkrete Ermittlungsansätze zu ermöglichen.
Als Rudi Cerne die Auszeichnung entgegennahm, war die Wertschätzung im Saal greifbar. In seinen Dankesworten machte er deutlich, dass hinter jedem Fall menschliche Schicksale stehen – und dass es genau diese sind, die ihn antreiben. Seine Worte erinnerten daran, wie wichtig es ist, nicht nachzulassen, hinzusehen und Verantwortung zu übernehmen.
Der Landesdelegiertentag 2026 war damit weit mehr als eine Verbandsveranstaltung. Er war ein Ort des Austauschs, der Entscheidungen und der Begegnung – und ein starkes Zeichen dafür, dass die Kriminalpolizei bereit ist, die Zukunft aktiv zu gestalten, ohne dabei ihre Werte aus den Augen zu verlieren.