Kommission Kinderschutz stellt Abschlussbericht vor

Kommission stellt mehr als 100 Einzelempfehlungen vor und fordert Bund, Land und Kommunen, aber auch die Zivilgesellschaft zum Handeln für einen besseren Kinderschutz auf.
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Die Kommission Kinderschutz wurde im Herbst 2018 anlässlich des besonders schweren Missbrauchsfalls in Staufen im Breisgau eingesetzt. Der beschauliche Ort im Südwesten mit knapp 8.000 Einwohnern erlangte dadurch medial ungewollte Aufmerksamkeit. Dabei muss allen klar sein, dass der sexuelle Missbrauch von Kindern überall geschehen kann und leider auch vielfach geschieht.

In Baden-Württemberg sind in den Jahren 2015 bis 2019 beispielsweise jährlich rund 2.500 Straftaten des sexuellen Missbrauchs festgestellt worden. Dies stellt das polizeiliche Hellfeld dar, es ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen.

Folgerichtig führte die Kommission Kinderschutz Expertinnen und Experten zusammen und erstellte binnen eines Jahres einen Abschlussbericht, der nun im Volltext vorliegt.

Die zwölf wesentlichen Empfehlungen übernehmen wir in starker Kurzform in diesen Beitrag - wir empfehlen aber ausdrücklich eine Befassung mit der Kurzfassung oder der Volltextfassung.

  • Im familiengerichtlichen Verfahren: Amtsermittlungsgrundsatz schärfen, Partizipation von Kindern verbessern
  • Handlungsmöglichkeiten in Bezug auf besonders
    rückfallgefährdete Sexualstraftäter/-innen stärken
  • Interdisziplinäres Verständnis fördern
  • Informationsweitergabe verbessern
  • Gefährdungseinschätzung optimieren
  • Kooperation verbessern
  • Aus der Vergangenheit lernen
  • Wissenschaft nutzen
  • Anlaufstellen und Hilfen für Betroffene ausbauen und stärke
  • Mit Schutzkonzepten und Auditierung Prävention ausbauen
  • Handlungssicherheit verbessern
  • Mehr Fortbildungen und Qualifizierungen ermöglichen

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