Kriminalpolizei Bremen bis 2026 im Krisenmodus

26.04.2023

Seit ein paar Monaten wird in der Bremer Polizeibehörde nun von einem Krisenmodus in der Kriminalpolizei gesprochen. Etwa 21.000 unbearbeitete Strafanzeigen müssen aktuell vorrangig bearbeitet werden. Dies geht nur auf Kosten anderer Deliktsbereiche, die nicht mehr bearbeitetet werden sollen.
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Bremen ist aufgrund jahrelanger verfehlter Kriminal- und Personalpolitik zu einem Schwerpunkt Organisierter Kriminalität geworden. Nun soll u.a. auf die Bearbeitung von Menschenhandel und Waffendelikten verzichtet werden. Dies kommt nahezu einer Einladung an Zuhälter, Menschen- und Waffenhändlern gleich. Die Bremer Politik hat in den vergangenen Jahrzehnten weder sich verändernde Kriminalitätsphänomene, noch die technische oder personelle Ausstattung vorausschauend betrachtet.

Ein Umdenken des Bewerbungsprozesses in die Kriminalpolizei soll Veränderungen mit sich bringen. Ab 2026 können sich Polizeibeamt:innen direkt für den spezialisierten Bereich Kripo bewerben.

Der BDK Bremen fordert ein Umdenken in der Ausbildung für die Kriminalpolizei, bzw. eine Übernahme von Polizeibeamt:innen in den Bereich der Ermittlungen ab sofort. Damit könnten die Kommissariate mit jungen, motivierten Kollegen und Kolleginnen verstärkt und unterstützt, sowie Bearbeitungsrückstände nachhaltig aufgearbeitet werden.