Nächste Dunkelfeldstudie zur Kriminalität in MV steht an

14.01.2018

Nach 2015 werden die Einwohner im Nordosten erneut im Rahmen einer Studie des Landeskriminalamtes und der Fachhochschule Güstrow zum so genannten Dunkelfeld der Kriminalität befragt.
Nächste Dunkelfeldstudie zur Kriminalität in MV steht an

Dazu werden an 10.000 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger in den nächsten Tagen Fragebögen versandt mit der Bitte, die Fragen zu eigenen Erfahrungen mit Kriminalität, zum subjektiven Sicherheitsgefühl oder zur Qualität der polizeilichen Arbeit aus ihrer Sicht zu beantworten. Dabei ist besonders interessant, wie unsere Einwohner die Fragen rund um ihre Sicherheit heute sehen und wie sich das Verhältnis der Antworten zum Jahr 2015 gestaltet hat.

Als Berufsverband der kriminalpolizeilich Beschäftigten in Mecklenburg-Vorpommern bitten wir die ausgewählten Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sich dieser Befragung aktiv und objektiv zu stellen. Jahrzehntelang wurde das Phänomen der Kriminalität aus Sicht der politisch Verantwortlichen lediglich nach den Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) bewertet, was sich als unsachlich und fatal für die Personalentwicklung unserer Landespolizei erweist. Die Berechnung der Personalstellen für die Kripo erfolgt nach den Relationen der Sachbearbeiter im Verhältnis zu den Fällen der PKS. Die PKS sank von Jahr zu Jahr und bescherte uns zu Unrecht eine ebenfalls sinkende Zahl der Kriminalisten und Polizisten.

Offenbar erfolgte mit den Zwischenergebnissen der ersten Dunkelfeld-Befragung endlich ein Umdenken, denn das Kriminalitätsgeschehen setzt sich aus dem so genannten Hellfeld, der angezeigten oder selbst ermittelten Straftaten, und dem Dunkelfeld zusammen und erst bei einer Betrachtung beider Kriminalitätsfelder lassen sich erfolgreiche Strategien bzw. Maßnahmen zur Verhütung und Verfolgung von Straftaten entwickeln.

Wir sind als Berufsverband sehr gespannt auf die Ergebnisse des laufenden Jahres. Und - eine kleine Kritik sei erlaubt - auch sehr gespannt auf die abschließenden Ergebnisse der Studie von 2015, die noch auf ihre Veröffentlichung warten.

 

Für Rückfragen:

Ronald Buck

0171-1440304

ronald.buck (at) bdk.de