Pensionärs-Tag 2026 in M-V

05.10.2026

Auf Wunsch der Pensionäre des BDK-Landesverbandes M-V wählten wir in diesem Jahr die UNESCO-Welterbe-Stadt Stralsund im Landkreis Vorpommern-Rügen aus, um einen gemeinsamen, interessanten Tag zu verleben.

Die Stadt, entstanden aus der Siedlung „Stralow“ am Strelasund, erhielt bereits im Jahre 1234 das Stadtrecht. Erst im 19. Jahrhundert veränderte sie sich grundlegend. Zum heutigen, 97 ha großen Altstadt-Areal gehören die künstlich angelegte Hafeninsel (mit OCEANEUM), der Bastions­gürtel (die Stadtmauer mit 2 erhaltenen Stadttoren) und die ursprüngliche Altstadt. Hier befinden sich auch die meisten Gebäude, die auf der Weltkulturerbeliste stehen; so u. a. drei Pfarrkirchen. Das größte und von Weitem sichtbare Gotteshaus ist St. Marien, früher einmal das höchste Gebäude der Welt mit 151 m. Ein Blitzschlag im 17. Jahrhundert sorgte allerdings dafür, dass es seitdem nur noch 104 m sind. Wir besichtigten die dreischiffige Kirche und waren beeindruckt von den Dimensionen.

In der Museums-Werkstatt

Anschließend folgte ein technisches Highlight: Die Museums-Werkstatt der Spielkartenfabrik Stral­sund. Wer wusste schon, dass es im 19. Jahrhundert hier einmal drei Spielkartenfabriken gab, die sich dann aber zusammenschlossen. Bis 1931 druckte man in der Stadt Spielkarten, dann erfolgte ein Umzug nach Altenburg. Wir erfuhren viel Wissenswertes über die Druckerei, die Druckereigeschichte und die Herstellung der Spielkarten. Besonders interessant waren die Vorführungen der z. T. sehr alten Maschinen und der Versuch des Selbstdruckens.



Gerne hätten wir einen Workshop besucht, aber es fehlte die Zeit – wir mussten pünktlich beim Mittagessen sein. Dieses erfolgte in einer urigen Gast­stätte, in der bereits Frau Merkel speiste. Hier gab es die Gelegenheit, sich über Neuigkeiten auszu­tauschen und in Erinnerungen zu schwelgen.

Beim Mittag im Klosterkeller

Und was wäre eine Fahrt nach Stralsund ohne den Besuch des Meeresmuseums?! Es befindet sich in einem ehemaligen Dominikanerkloster, existiert bereits 75 Jahre und wurde vor einiger Zeit neu gestaltet. Grund genug für einen Rundgang. Wir ließen uns ein auf eine interessante Mischung aus Meeresnatur, Geschichte, Umweltschutz und maritimer Technik sowie die Wechselwirkung zwi­schen Mensch und Meer. 31 Riesenaquarien entführten uns in tropische Meeresräume.

Es war für alle ein schöner Tag, auch wenn das Wetter diesmal nicht so ganz mitspielte. Freuen wir uns also auf einen gemeinsamen, sonnigen Ausflug in eine der schönen Städte unseres Bun­deslandes im nächsten Jahr!

Bernhard Weber
Pensionärsbeauftragter Mecklenburg-Vorpommern

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