Sexualisierte Gewalt geht uns alle an!

02.11.2026

Der BDK Bremen empfiehlt den Besuch der Ausstellung „Was ich anhatte…“!

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK), Landesverband Bremen, unterstützt die Ausstellung „Was ich anhatte…“ in Bremerhaven ausdrücklich ideell und spricht eine klare Besuchsempfehlung aus. Sexualisierte Gewalt ist nicht allein ein strafrechtliches Problem. Sie ist auch eine gesellschaftliche Herausforderung, die Aufklärung, Sensibilisierung und ein konsequentes Eintreten gegen Vorurteile und Schuldzuweisungen erfordert.

Als gewerkschaftliche Interessenvertretung der Beschäftigten der Kriminalpolizei sehen wir eine besondere Verantwortung darin, für einen professionellen und respektvollen Umgang mit Betroffenen einzutreten.

"Menschen, die sexualisierte Gewalt erfahren haben, müssen darauf vertrauen können, dass ihnen zugehört wird, ihre Aussagen ernst genommen werden und ihnen ohne Vorverurteilung oder Schuldzuweisung begegnet wird. Ein professioneller Umgang mit Betroffenen ist nicht nur Ausdruck einer menschlichen Haltung, sondern auch ein wesentlicher Bestandteil guter polizeilicher Arbeit. Die Vermeidung einer sekundären Viktimisierung, die Sensibilisierung für die Situation Betroffener und eine konsequente Ermittlungsarbeit gehören untrennbar zusammen",

sagt Dierk Dierks vom Landesverband Bremen aus Bremerhaven. 

Eine qualifizierte und konsequente Bearbeitung solcher Straftaten setzt allerdings auch die notwendigen personellen, materiellen und fachlichen Ressourcen voraus. Ermittlungsarbeit erfordert Zeit, Kontinuität, Spezialisierung und die Möglichkeit, Betroffene angemessen zu begleiten. Eine leistungsfähige Kriminalpolizei braucht deshalb ausreichend Personal und gute Rahmenbedingungen, um ihrem gesetzlichen und gesellschaftlichen Auftrag gerecht werden zu können.

Die Ausstellung „Was ich anhatte…“ leistet einen wichtigen Beitrag, gesellschaftliche Denkmuster und Vorurteile zu hinterfragen und das Bewusstsein für die Perspektive der Betroffenen zu stärken. Auch die Auseinandersetzung mit den begleitenden Fachveranstaltungen bietet wertvolle Impulse für die polizeiliche Praxis. Der BDK Bremen begrüßt das Engagement der Ortspolizeibehörde Bremerhaven, der Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau (ZGF) und des Magistrats Bremerhaven, dieses wichtige Thema in die Öffentlichkeit zu tragen. Sexualisierte Gewalt darf weder relativiert noch verharmlost oder den Betroffenen angelastet werden. Hinschauen, ernst nehmen und Verantwortung übernehmen ist eine gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe.

Der BDK Bremen empfiehlt den Besuch der Ausstellung „Was ich anhatte…“ vom 18. November bis zum 1. Dezember 2026 im ehemaligen Passage-Kino im Columbus-Center Bremerhaven.

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