Tarifeinigung 2026 erzielt: 5,8% in drei Stu-fen bis 2028. Nicht alle Ziele wurden er-reicht. Finanzministerin kündigt Übertra-gung auf aktive und ehemalige Beamtinnen und Beamte an.

01.03.2026

BDK beteiligte sich an Warnstreik sowie Demo in Kiel und lud vor der Blume mit einer Suppe zur aktiven Mittagspause. Der stufengleiche Aufstieg sowie eine kurze Laufzeit konn-ten leider nicht erreicht werden.

Wie bei der letzten Tarifrunde in 2023 haben wir uns entschlossen, die GdP-Demo am 10.02.2026 in Kiel zu unterstützen. Dazu luden wir die Kolleginnen und Kollegen vor der BKI Kiel zur aktiven Mittagspause mit einer Kartoffelsuppe ein. Anschließend ging es mit dem Demo-Zug Richtung Landeshaus.

Die Tarifparteien in Potsdam konnten schließlich in der dritten Verhandlungsrunde eine Einigung erzielen. Hier die Kernpunkte der Einigung:

»       Einkommenserhöhung 5,8 Prozent

»       zum 01.04.2026 um 2,8 Prozent, mindestens 100 Euro

»       zum 01.03.2027 um 2,0 Prozent

»       zum 01.01.2028 um 1 Prozent

»       Erhöhung der Schichtzulage auf 100€ und der Wechselschichtzulage auf 200€ (ab 01.06.2026)

»       Laufzeit 27 Monate

Leider wurden auch ein paar Dinge nicht durchgesetzt. Zum Beispiel hat der stufengleiche Aufstieg den Weg von den Forderungen ins Einigungspapier nicht geschafft. Ebenso nicht die kurze Laufzeit, denn die jetzt ausgehandelte Gehaltserhöhung wird die Beschäftigten der Länder erst nach 26 Monaten am 01.01.2028 zu 100 % erreichen. Unsere tarifpolitische Sprecherin Heike Czarnetzki zeigte sich hierüber enttäuscht: „Der stufengleiche Aufstieg ist seit Jahren mehr als überfällig!“

Zur Übertragung der Tarifeinigung auf aktive und ehemalige Beamtinnen und Beamte kündigte Finanzministerin Schneider an:

Wir übertragen das Tarifergebnis systemgerecht zum 1. Januar 2026 – mindestens in Höhe des Tarifergebnisses – auf die Beamtinnen und Beamten und den Bereich der Versorgung.“

Auch wenn abzuwarten bleibt, ob die Konkurrenzfähigkeit des Landes mit diesem Ergebnis erhalten werden kann, danken wir natürlich allen, die an dieser Tarifrunde beteiligt waren und für den Abschluss gekämpft haben. Dazu gehören auch alle Kolleginnen und Kollegen, die an den Warnstreiks und Demonstrationen teilgenommen haben, um ein deutliches und lautes Signal an die Arbeitgeberseite zu senden.

  

Der Landesvorstand

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