Verantwortung übernehmen – Veränderungen bewirken
29.04.2026
Steigende Arbeitsbelastung, veraltete IT-Strukturen und eine Kommunikation, die oft an der Basis vorbeigeht – die Herausforderungen in unserer Dienststelle sind so vielfältig wie belastend. Doch statt nur die Missstände zu verwalten, setzen unsere Kandidatinnen und Kandidaten auf aktive Mitbestimmung. Wir wollen das Bindeglied zwischen Basis und Führung sein, um den Fokus wieder auf unsere Kernaufgaben zu lenken. Auf unserer Webseite haben wir Steckbriefe unserer Kandidaten hinterlegt. Die Analyse dieser Steckbriefe zeigt, wo unsere größten Probleme liegen.
Viele unserer Kandidaten treibt ein starkes Verantwortungsgefühl an. Sie wollen nicht nur Missstände benennen, sondern aktiv an Lösungen mitwirken. Der Personalrat wird dabei als zentrale Möglichkeit gesehen, echte Veränderungen anzustoßen und die Interessen der Beschäftigten wirksam zu vertreten.
Ein zentrales Motiv ist der Wunsch nach fairen und verlässlichen Arbeitsbedingungen, die nicht vom Zufall abhängen, sondern konsequent umgesetzt werden. Mehrere Kandidaten betonen, dass sie sich für Gerechtigkeit, Transparenz und nachvollziehbare Entscheidungen einsetzen wollen. So möchte etwa Kenneth Luu (PD West) der „unnötigen Unzufriedenheit“ entgegenwirken, die oft durch mangelnde Transparenz entsteht. Dabei geht es auch darum, die Kommunikation zwischen Dienststelle und Mitarbeitern zu verbessern und Vertrauen zu stärken.
Ein weiterer wichtiger Antrieb ist die Rolle als Bindeglied zwischen Basis und Führungsebene. Viele möchten dafür sorgen, dass Anliegen aus dem Kollegenkreis tatsächlich gehört und in Entscheidungsprozesse eingebracht werden. Besonders erfahrene Kandidaten heben hervor, dass sie durch ihre langjährige Tätigkeit beide Seiten kennen und gezielt Brücken bauen können.
Auch der Wunsch nach aktiver Mitbestimmung ist sehr präsent: Statt „nur zu meckern“, wollen unsere Kandidaten Verantwortung übernehmen, Entwicklungen mitgestalten und konkrete Verbesserungen erreichen. Die Stärkung der Kriminalpolizei spielt dabei ebenfalls eine Rolle, weshalb sich unter anderem der Landesvorsitzende Christoph Wenzlaff für eine „fachspezifische Ausbildung“ stark macht.

Was bewegt unsere Kandidatinnen und Kandidaten?
Kritik am Dienstalltag: Bürokratie, Intransparenz und strukturelle Defizite
Ebenso deutlich wie die Motivation sind die geschilderten Probleme im Arbeitsalltag. Besonders häufig wird die zunehmende Bürokratisierung kritisiert. Viele empfinden, dass zu viel Zeit für Verwaltung, Statistik, Dokumentation und komplizierte Abläufe verloren geht – Zeit, die eigentlich für unsere Kernaufgabe, die Aufklärung und Bekämpfung von Kriminalität, benötigt wird. Antje Maukisch (KKI Elbe-Elster) warnt hierbei eindringlich vor einer „Husch-Husch-Bearbeitung“, die der Qualität unserer Arbeit schadet.
Eng damit verbunden ist die Kritik an ineffizienten Prozessen und veralteten Strukturen, wie doppelte Datenerfassungen und fehlende Systemvernetzung. Christopher Bothe bringt es auf den Punkt: „Wir verbringen zu viel Zeit mit manueller Datenerfassung [...], obwohl viele Dinge technisch einfacher möglich wären." Oft werden unnötig komplizierte Dienstwege oder die mangelnde Nutzung technischer Möglichkeiten zur Automatisierung beklagt.
Torsten Wagner (PD Nord) fordert hier schlicht, dass „das Rad nicht ständig neu erfunden“ werden darf. Wie notwendig dieser Blick über den Tellerrand ist, verdeutlicht Marcel Wolff (LKA Brandenburg). Mit seiner langjährigen Erfahrung aus der Privatwirtschaft stellt er fest, dass viele Probleme, mit denen die Polizei heute ringt, dort bereits vor Jahren gelöst wurden.
Wunsch nach mehr Transparenz und wertschätzender Kommunikation
Ein weiterer zentraler Kritikpunkt ist die fehlende Transparenz. Entscheidungen werden häufig als nicht nachvollziehbar beschrieben, Informationen erreichen die Basis nicht ausreichend oder zu spät. Torsten Schumann (PD Süd) kritisiert in diesem Kontext, dass zu oft nur noch über statt mit den Mitarbeitern gesprochen wird. Dies führt zu Frustration und Unzufriedenheit.
Auch die Kommunikation innerhalb der Organisation wird vielfach als verbesserungswürdig gesehen. Statt miteinander werde teilweise nur noch übereinander, oder „aneinander vorbei“ gesprochen. Zudem haben Mitarbeiter das Gefühl, sie würden zu wenig in Veränderungen einbezogen. Ein zu oft genanntes Problem ist die fehlende Wertschätzung für geleistete Arbeit.
Trotz unterschiedlicher Perspektiven zeichnet sich ein gemeinsames Ziel ab:
Ein Arbeitsumfeld, das von Fairness, Transparenz, funktionierenden Strukturen und gegenseitigem Respekt geprägt ist. Unsere Kandidatinnen und Kandidaten wollen dazu beitragen, dass Entscheidungen nachvollziehbar sind, Prozesse praxistauglich gestaltet werden und die Kolleginnen und Kollegen sich in ihrer Arbeit unterstützt und wertgeschätzt fühlen.
Ein starker Personalrat ist kein Selbstläufer - er erfordert ein starkes Mandat. Der BDK stellt ein Team aus Praktikern, das den Mut hat Fehlentwicklungen zu stoppen und die Zukunft der Polizei Brandenburg sachlich und transparent zu gestalten.
Deswegen am 06. und 07. Mai – Deine Stimme für den BDK!
Alle Infos zu unseren Kandidaten gibt´s an dieser Stelle.