Sachsen

Paul-Köttig-Preis

Der BDK Sachsen verleiht 2013 erstmals den Paul-Koettig-Preis. Paul Koettig war Vorstand der Dresdner Kriminalpolizei und schließlich von 1904 bis 1919 Polizeipräsident. Er machte sich um die Einführung wissenschaftlicher Methoden in der Kriminalistik verdient. So führte die Dresdner Polizei als erste im Deutschen Reich den klassischen kriminaltechnischen Erkennungsdienst mit Täterlichtbildern, Vermessungen und die Daktyloskopie als objektives Beweismittelverfahren ein.

Paul Koettig starb am 27. November 1933 und wurde im Familiengrab seiner acht Jahre zuvor verstobenen Frau auf dem Johannisfriedhof Dresden - Tolkewitz beigesetzt. Die mittlerweile aus Ermangelung lebender Erben verwilderte Grabstelle wurde durch Freunde der IPA - Verbindungstelle Dresden 2017 "wiederentdeckt".

Auf Grundlage eines Vorstandsbeschlusses der IPA Dresden wurde die Beteiligung an der Erhaltung und Pflege der Grabstelle des verdienstvollen Dresdner Polizeipräsidenten Paul Koettig eingeleitet und unter Einbeziehung des BDK Sachsen mit dem seit 2013 fest etablierten "Paul - Koettig - Preis" seitdem zu gleichen Teilen unterstützt. Die komplette Chronologie dieser Geschichte einer einvernehmlichen Zusammenarbeit zwischen IPA und BDK können Interessenten auf der Website der IPA - Verbindungstelle Dresden nachlesen.

Bisherige Preisträger:

  • 2013 - KHM Frank Lenk, Brandursachenermittler in der KPI der PD Zwickau
  • 2014 - KHK Frank Neubert, IT-Forensiker im SN4C des LKA Sachsen
  • 2015 - Oberarzt Dr. Uwe Schmidt, Rechtsmediziner an der TU Dresden
  • 2016 - KHK Enrico Petzold, Mordkommission in der KPI Zwickau
  • 2018 - KOK Mathias Rosanka, Kommissariat Betrug der KPI Dresden
  • 2019 - Sabine Pätzig, Mitarbeiterin der DASTA der KPI Dresden
  • 2020 - EKHK Jörg Pfeifer, Fachlehrer KT an der Fachhochschule für Polizei Sachsen und vorher Sachverständiger für Daktyloskopie
  • 2021 und 2022 keine Verleihung auf Grund der Corona-Pandemie
  • 2023 - Sonderkommission Epaulette der Polizeidirektion Dresden