Anders ja - aber nur da wo sinnvoll

17.08.2023

Hannover ist anders, lautete vor kurzem ein BDK-Beitrag über die PD Hannover. Jetzt soll dort die Personalvertretung neu geregelt werden: Ob die Auswirkungen der Einführung zusätzlicher Personalräte durchdacht sind?
Anders ja - aber nur da wo sinnvoll

Unter dem Aspekt „Harmonisierung“ ist die Einführung von örtlichen Personalräten geplant, analog zu den Polizeidirektionen in der Fläche, auf Ebene der vier Polizeiinspektionen (Besondere Dienste, Burgdorf, Garbsen und Hannover) sowie des Zentralen Kriminaldienstes. Bisher wurde die Personalratsarbeit in der gesamten PD Hannover durch den Bezirkspersonalrat mit
- 17 ordentlichen Mitgliedern, davon 6 freigestellt,
zur allgemeinen Zufriedenheit erledigt.

Die Folgen der Neuaufstellung gilt es in Zeiten von hitzigen Personal-, Aufgaben-, Belastungs- und Finanzdiskussionen genau zu prüfen:
- 5 neue örtliche Personalvertretungen
- 1 Bezirkspersonalrat
- mit jeweils 9-13 ordentlichen Mitgliedern
- davon jeweils 1-3 freigestellte Mitglieder

Ein ambitioniertes Vorhaben - muss das sein, so kurz vor den Personalratswahlen eine derart tiefgreifende Veränderung?

„Harmonisierung“ - bei so vielen weiterhin bestehenden gravierenden Unterschieden zu den Flächen-Polizeidirektionen als Argument überhaupt tauglich?

Entgegen der Entscheidungen im Bezirkspersonalrat (zuletzt in 2022), wonach die Einführung von Stufenvertretungen für nicht zielführend und nicht erforderlich erachtet wurde?

Warum unterblieb, dem Grundsatz einer vertrauensvollen Zusammenarbeit widersprechend, die vorherige Einbindung des Bezirkspersonalrats der Polizeidirektion Hannover?

Welche Beweggründe liegen diesem Vorhaben tatsächlich zugrunde?

 
Der Vorstand
des Direktionsverbandes Hannover

 

 

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