Kommentar zur Personalratswahl 2026

02.07.2026

Kommentar zur Personalratswahl in Bayern von Frank Häublein

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Personalratswahl liegt nun eine Woche hinter uns. Die vergangenen Wochen waren für viele unserer Kandidaten von großem Engagement, intensiven Gesprächen und einem starken Einsatz für die Anliegen des BDK geprägt. Deshalb ist es mir ein besonderes Anliegen, mich ganz herzlich bei allen Kolleginnen und Kollegen zu bedanken, die dem Bund Deutscher Kriminalbeamter ihre Stimme und damit ihr Vertrauen geschenkt haben. Dieses Vertrauen ist für uns Anerkennung und zugleich Verpflichtung, uns auch in den kommenden Jahren mit Nachdruck für die Interessen unserer Kolleginnen und Kollegen einzusetzen.


Mein Dank gilt ebenso allen, die zum reibungslosen Ablauf der Wahl beigetragen haben. Ob als Wahlvorstandsmitglied, Wahlhelferin oder Wahlhelfer oder in anderer Funktion – Ihr Einsatz hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Personalratswahl reibungslos durchgeführt werden konnte.


Die Wahlergebnisse sind insgesamt sehr unterschiedlich ausgefallen. Sie reichen von enttäuschenden Ergebnissen über zufriedenstellende Resultate bis hin zu erfreulichen Überraschungen. Besonders hervorheben möchte ich unsere Kolleginnen und Kollegen der Steuerfahndung. Sie haben aus dem Stand heraus hervorragende Wahlergebnisse erzielt und damit eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial in engagierter Verbandsarbeit steckt. Zu diesem Ergebnis gratuliere ich ganz herzlich. Aber auch der Erfolg unserer Kolleginnen und Kollegen im Bayerischen Landeskriminalamt darf dabei nicht unerwähnt bleiben.


In vielen Bezirken haben inzwischen bereits die konstituierenden Sitzungen der neu gewählten Personalvertretungen stattgefunden. Ich wünsche allen gewählten Personalrätinnen und Personalräten für ihre verantwortungsvolle Aufgabe viel Erfolg, Ausdauer und stets eine glückliche Hand bei ihren Entscheidungen. Der BDK wird seine Personalvertretungen auch künftig mit aller Kraft unterstützen.


Bei aller Freude über erreichte Erfolge gibt es aber auch Entwicklungen, die mich nachdenklich stimmen. Besonders besorgniserregend ist die Wahlbeteiligung. In den meisten Bezirken lag sie bei unter 50 Prozent. Das ist aus meiner Sicht ein deutliches Warnsignal. Personalvertretungen leben von einer starken demokratischen Legitimation. Deshalb müssen wir gemeinsam darüber nachdenken, wie es gelingen kann, künftig wieder mehr Kolleginnen und Kollegen für die Teilnahme an den Personalratswahlen zu gewinnen.


Ebenso auffällig ist die im Vergleich zur Personalratswahl 2021 deutlich gestiegene Zahl ungültiger Stimmzettel. Auch diese Entwicklung muss sorgfältig analysiert werden. Es gilt zu klären, ob die Ursachen in der Gestaltung des Wahlverfahrens, in Unklarheiten bei der Stimmabgabe oder gar im Wahlverfahren selbst liegen. Viele Kollegen haben sich bei mir, wie bereits im Wahljahr 2021, darüber beklagt nicht listenübergreifend wählen zu können. Gerade hier werden wir uns nunmehr stark in der Politik dafür einsetzen, das Wahlverfahren zu ändern, hin zu einem demokratischeren Wahlverfahren. In diesem Atemzug muss aber auch das Verfahren zur Stimmenauszählung erneuert werden, benachteiligt es besonders die Minderheiten. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, dass möglichst jede abgegebene Stimme auch tatsächlich gewertet werden kann.


Ich danke nunmehr nochmals allen Unterstützerinnen und Unterstützern des BDK sehr herzlich für ihr Vertrauen und ihr Engagement. Die Wahlergebnisse sind für uns Ansporn, unsere Arbeit konsequent fortzusetzen, Erfolge auszubauen und dort, wo wir hinter unseren Erwartungen geblieben sind, die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen. Gemeinsam werden wir uns weiterhin mit Überzeugung und Nachdruck für die Interessen der Kriminalpolizei, der Steuerfahnder und aller in der Kriminalitätsbekämpfung tätigen Beschäftigten, einsetzen.

Mit Kollegialen Grüßen

Frank Häublein
Landesvorsitzender

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Bayern
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