Sorgfalt angebracht

01.07.2021

In diesen Tagen laufen wieder die Planungen für Personalverteilung zum 1. Oktober, und dies in Zusammenhang mit einigen Umstrukturierungen im Rahmen der Strategischen Organisationsanpassung. Es ist Sorgfalt angebracht, wenn Kriminalitätsbekämpfung effizient gestaltet werden soll.
Sorgfalt angebracht

 

Im Jahr 2018 waren mit insgesamt 1600 Studierenden so viele wie nie zuvor bei der Polizeiakademie Niedersachsen gestartet, davon 1200 im Oktober. Letztere werden Anfang Oktober auf den Dienststellen erwartet. Dazu gehören auch Studierende aus drei Studiengruppen „Vertiefende Spezialisierung Ermittlungen“. Für sie gilt das Ziel der direkten Verwendung in der Kriminalitätsbekämpfung.

Zusammen mit den anstehenden Organisationsveränderungen ist also einiges in Bewegung bei der Polizei Niedersachsen. Dabei bietet der zu erwartende Personalzuwachs einige Möglichkeiten - hier ist allerdings mit Sorgfalt vorzugehen, um auch die Kriminalitäts-bekämpfung in Niedersachsen auf einer qualitativ hochwertigen Stufe betreiben zu können.

Es wird darauf zu achten sein, welche Bewertungen für die Dienstposten und Leitungsfunktionen in den neuen, modernen und erforderlichen Organisationsteilen vorgesehen sind. Zu oft gibt es Probleme, fachkundiges und motiviertes Personal zu einer Bewerbung für die anspruchsvollen und mit erheblicher Verantwortung verbundenen Tätigkeiten zu motivieren.

Und Sorgfalt ist bereits bei der Entscheidung über die Verwendung der Neuzugänge gefordert: Werden die Mühen der Polizeiakademie honoriert, werden die für Kriminalitätsbekämpfung qualifizierten neuen Kolleginnen und Kollegen auf den Dienststellen in entsprechenden Fachbereichen eingesetzt? Darüber hinaus: Die Dienststellen sind Direktversetzungen in die kriminalpolizeilichen Bereiche nicht gewohnt. Es ist eine andere Einarbeitung als bei Neuzugängen aus dem Einsatzbereich erforderlich - „Learning bei doing“ muss hier tabu sein!

Hoffentlich wird das auf den Dienststellen berücksichtigt - wir werden das mit Interesse begleiten.


Stefan Franz
Stellv. Landesgeschäftsführer

 

 

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