Treffen der Ruheständler des BDK Brandenburg

29.06.2026

Anfang Mai 2026 trafen sich die Ruheständler des BDK Brandenburg in Cottbus zu einem abwechslungsreichen Programm mit Stadtführung, fachlichen Einblicken, kulturellen Stationen und vielen persönlichen Begegnungen. Neben dem Wiedersehen und dem gemeinsamen Austausch standen Besuche an der BTU Cottbus-Senftenberg, im Heimatmuseum Stary Lud, am Cottbuser Ostsee sowie im modernen ICE-Instandsetzungswerk der DB im Mittelpunkt.

Am Mittwoch, dem 06. Mai, war es wieder so weit: Teilnehmer aus allen Landesteilen reisten zum Pensionärstreffen nach Cottbus an. Eingecheckt wurde im City-Hotel und im Hotel „Zur Sonne“. Die Wiedersehensfreude war groß, und bereits beim ersten gemeinsamen Kaffee gab es viel zu erzählen. Anschließend stand der erste Programmpunkt auf dem Plan.

Gegen 16.00 Uhr trafen wir am historischen Filmtheater „Weltspiegel“ ein, wo uns auch die Mitglieder aus Cottbus und Umgebung erwarteten. In historischer Tracht begrüßte uns zudem der Cottbuser Postkutscher, der uns anschließend durch das Zentrum von Cottbus führte. Vorbei an zahlreichen Sehenswürdigkeiten erfuhren wir viel Neues und Wissenswertes über die Geschichte der Stadt. Immer wieder gab es staunende Gesichter und Aha-Erlebnisse. Mit Witz, Humor und musikalischer Umrahmung durch das Signalhorn begeisterte uns der Cottbuser Postkutscher. Bekannt ist schließlich auch der Spruch und Zungenbrecher: „Der Cottbuser Postkutscher …!“ Nach einer gefühlt langen und sehr kurzweiligen Führung erreichten wir das Restaurant im Hotel „Zur Sonne“ und bedankten uns herzlich bei unserem Stadtführer für die äußerst interessante Tour.

Nun konnten sich alle Teilnehmer erst einmal stärken. Bei guter regionaler Küche und erlesenen Getränken wurden die vielfältigen Gespräche fortgesetzt. Dabei wurde deutlich, wie schnell die Zeit seit dem Treffen 2025 in Oranienburg vergangen war. Am späten Abend machten sich schließlich die Müdigkeit und die Anstrengungen des ersten Tages bemerkbar, sodass sich alle auf eine erholsame Nacht freuten.

Der Donnerstag begann für alle Teilnehmer im Hotel mit einem ausführlichen gemeinsamen Frühstück. Da der nächste Treffpunkt nicht weit entfernt war, machten sich die meisten zu Fuß auf den Weg zur Brandenburgischen Technischen Universität (BTU). Dort wurden wir herzlich empfangen. Prof. Dr. Thomas Fischer stellte uns sein Fachgebiet vor und gab spannende Einblicke insbesondere in die Forensik.

Beeindruckend war zu erfahren, welche Studienmöglichkeiten es heute gibt und welche internationalen Beziehungen zwischen Universitäten bestehen. Nach diesem äußerst interessanten Vortrag empfing uns ein Mitarbeiter des IKMZ (Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum der BTU) und führte uns durch verschiedene Bereiche der Universität. Den Schwerpunkt bildete dabei das IKMZ selbst – eine hochmoderne Bibliothek mit vielfältigen Angeboten für Studium und Forschung. Nachdem wir viele Eindrücke und Informationen über die BTU gesammelt hatten, war für uns ein Mittagessen in der frisch renovierten Mensa reserviert. Dort ließen wir uns das sehr leckere Essen schmecken und genossen die willkommene Pause.

Pünktlich gegen 13.30 Uhr erwartete uns ein besonderes Fahrzeug: ein historischer DDR-Kleinbus LO. Mit ihm fuhr ein Teil der Teilnehmer in das nahegelegene Dorf Dissen, während die übrigen mit Privatfahrzeugen folgten. Am Heimatmuseum Stary Lud angekommen, erhielten wir zunächst in der prachtvollen Kirche eine geschichtliche Einführung zur einst dort ansässigen wendischen Bevölkerung. Anschließend wurden zwei Gruppen gebildet, die abwechselnd durch das Freilichtmuseum und weitere Ausstellungsräume geführt wurden.

Danach fanden sich alle Teilnehmer in den Imbissräumen ein. Dort erfuhren wir Wissenswertes über die manuelle Herstellung von Butter und durften diese auch selbst ausprobieren. Im Anschluss folgte die Verkostung mit frischem Landbrot, selbst gemachter Marmelade und Wurst – sehr lecker! Nach diesem ebenfalls sehr interessanten Programmpunkt war auf der Rückfahrt nach Cottbus ein Abstecher zum neu entstandenen und inzwischen vollständig gefluteten Cottbuser Ostsee, dem ehemaligen Braunkohlentagebau, geplant.

Leider schlug das Wetter um, und statt Sonnenschein begleitete uns nun etwas Regen. Dennoch hielten wir am Informationspunkt an und erfuhren Wissenswertes über die Entstehung des Cottbuser Ostsees. Besonders beeindruckend war die Vorstellung, dass sich an dieser Stelle einst ein riesiger Tagebau befand.

Anschließend ging es zurück zum City-Hotel, wo sich auch die einheimischen Teilnehmer zum gemeinsamen Abendessen einfanden. Ein örtlicher Caterer sorgte für ein abwechslungsreiches Essen, das wir gemeinsam genossen. Unser Landesvorsitzender Christoph Wenzlaff und der BDK-Kreisvorsitzende Spree-Neiße, Jörg Drenkelfort, waren ebenfalls zu uns gestoßen und reihten sich in die Runde ein. Nachdem das Abendessen mit leckerem Eis abgerundet worden war, begann der offizielle BDK-Teil. Zunächst wurde Bernfried Engel für die hervorragende Organisation mit einem Präsent geehrt. Auch Peter Kaiser erhielt Dank und Anerkennung für seine Unterstützung. Anschließend ergriff Christoph das Wort und berichtete über die aktuelle Arbeit des Landesvorstandes sowie über den hohen Stellenwert der Ruheständler im Landesverband.

v.l.n.r. Rüdiger Heise (Sprecher FB Ruhestand), Christoph Wenzlaff (Landesvorsitzender), Jörg Drenkelfort (Vorsitzender KV Oderspree-Neiße), Wolfgang Bauch (Ehrenvorsitzender des BDK Brandenburg)

Der Abend klang mit vielen guten Gesprächen aus. Zuvor wurde jedoch noch über das Treffen 2027 gesprochen: Wohin sollte es gehen? Die Mehrheit der Teilnehmer entschied sich für das Ostseebad Zinnowitz auf der Sonneninsel Usedom. Mit Rainer Thiel und Holger Burkhardt fanden sich zudem zwei Mitglieder, die das Treffen vor Ort organisieren werden. Vielen Dank dafür!

Am Freitag hieß es schließlich: frühstücken, auschecken und aufbrechen zum letzten Programmpunkt des anspruchsvollen Programms. Am Haupteingang des früheren RAW Cottbus (Reichsbahnausbesserungswerk) wurden wir von einer Mitarbeiterin der DB in Empfang genommen. In einem Verwaltungsgebäude erhielten wir zunächst eine Einweisung in die Sicherheitsregeln sowie Arbeitsschutzbekleidung, bestehend aus Schutzhelm, Warnweste und Stiefeln. Anschließend begann die Besichtigung des heutigen Werkes Cottbus der DB Fahrzeuginstandsetzung.

Besuch im ICE-Instandsetzungswerk

Seit 2024 entsteht dort das modernste und größte ICE-Instandsetzungswerk Deutschlands. In einer Halle werden bereits neue ICE-Züge gewartet, während eine noch größere Halle derzeit im Bau ist. Die Besichtigung führte uns zunächst über matschiges Baustellengelände zur im Bau befindlichen Halle. Der Bau wirkte eindrucksvoll und gigantisch zugleich. Die großen ICE-Züge werden dort künftig beinahe wie Elemente in einem Baukastensystem erscheinen. Auch in der bereits in Betrieb genommenen Halle beeindruckten uns die technischen Abläufe. Hier konnte man im wahrsten Sinne von deutscher Ingenieurskunst sprechen. Nachdem wir uns bei den Verantwortlichen für die Führung mit BDK-Präsenten bedankt hatten, durfte ein leckeres Mittagessen in der Betriebskantine nicht fehlen. Nach gefühlt 10.000 Schritten war diese Stärkung auch nötig.

Danach hieß es Abschied nehmen. Ich möchte mich nochmals herzlich bei Bernfried und seinem Team für die hervorragende Organisation des diesjährigen Pensionärstreffens und das abwechslungsreiche Programm bedanken.

 

Rüdiger Heise
Sprecher Fachbereich Ruhestand
Landesverband Brandenburg

Fotos: Uwe Schulze - BDK Brandenburg

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