Wahlaufruf zur Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg
01.03.2026
01.03.2026
Sehr geehrte BDK-Mitglieder, sehr geehrte Leserinnen und Leser,
unsere BDK-Bundessatzung (2021) beginnt mit einer Präambel und schreibt darin fest:
„Seit seinem Bestehen bekennt sich der BDK zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung und tritt extremistischem und menschengruppenfeindlichem Gedankengut entgegen. Er und seine Mitglieder bekennen sich zu den nachfolgenden Werten:
· Unantastbarkeit der Würde jedes Menschen
· Chancengleichheit und Vielfalt
· Aktives Eintreten gegen jegliche Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, Diskriminierung und Ausgrenzung
· Verteidigung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung
Ein erkennbares Engagement gegen diese Werte ist unvereinbar mit einer Mitgliedschaft im BDK.“
Man kann sich fragen, ob es notwendig ist, dieses klare Bekenntnis in Worte zu fassen und einer Satzung voranzustellen. Die Delegierten des letzten BDK-Bundesdelegiertentages haben aber die Notwendigkeit dazu gesehen, denn unsere Demokratie braucht Menschen, die sich um sie kümmern. In einer Demokratie zu leben, ist weltweit keine Selbstverständlichkeit – ja sogar eher die Ausnahme und die weitere Tendenz ist ernüchternd. Demokratien können enden, scheitern, ausgehöhlt und sogar mit anfangs demokratischen Mitteln übernommen und dann in sehr kurzer Zeit abgeschafft werden, wie es unsere eigene Vergangenheit zeigt.
Demokratien sind nicht perfekt und gerade in globalen und nationalen Krisen kann sich bspw. ihre Trägheit und Bürokratie als enorme Belastung erweisen. Winston Churchill wird folgende Aussage zugeschrieben: "Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind". In diesem Paradoxon steckt viel Wahrheit.
Sich für die Demokratie zu engagieren, sie zu erhalten, sie zu verbessern, ist Aufgabe derjenigen, die in ihr frei leben wollen – und vermutlich zeigt sich erst, wenn man etwas Selbstverständliches nicht mehr hat, was einem fehlt. Möglichkeiten für Engagement und Ehrenamt gibt es zur Genüge.
Ein wesentlicher Punkt ist aber die Beteiligung an Wahlen in einer parlamentarischen Demokratie, wie der unseren. Deswegen kann ich nur dazu aufrufen, von dieser Möglichkeit der Wahl Gebrauch zu machen – auch wenn es schwerfallen kann, eine Entscheidung zu treffen.
In den letzten Tagen haben wir fünf Ausgaben „Wahlprüfsteine zur Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg“ mit insgesamt 20 Fragestellungen vorgestellt. Als kleine Berufsvertretung der Kriminalpolizei, die vollständig ehrenamtlich arbeitet, haben wir dabei eine Beschränkung vorgenommen und nicht alle Parteien abgefragt. Damit bleibt es aber auch lesbar.
Der BDK steht jedoch auch für politische Neutralität. Wir haben deswegen die Antworten für sich selbst reden lassen und keine Analyse, Einordnung oder Kommentierung vorgenommen.
Zudem treten für die Landtagswahl in Baden-Württemberg insgesamt 21 Parteien mit einer Landesliste an.
Auf den Seiten der Landeszentrale für Politische Bildung Baden-Württemberg gibt es zu allen Parteien Informationen:
- https://www.landtagswahl-bw.de/landtagswahl-2026-in-baden-wuerttemberg
- https://www.landtagswahl-bw.de/parteien-uebersicht
Gemeinsam mit der Bundeszentrale für Politische Bildung hat die Landeszentrale zudem den Wahl-O-Mat für Baden-Württemberg erneut im Angebot. Hier haben sich alle 21 Parteien beteiligt und 38 Fragen aus sämtlichen Bereichen des Lebens beantwortet.
Zum Wahl-O-Mat 2026: https://www.wahl-o-mat.de/bw2026/app/main_app.html
Befassen Sie sich mit den Inhalten, treffen Sie eine Entscheidung und geben Sie Ihre Stimme ab – genauer gesagt können Sie nach der Wahlreform sogar erstmals zwei Stimmen mit Erst- und Zweitstimme abgeben.
Steffen Mayer
BDK-Landesvorsitzender Baden-Württemberg