Münchener Kommentar StGB

12.01.2026

Band 2, §§ 38–79b: Heintschel-Heinegg, Bernd von (Hg.) & Band 5, §§ 263–297: Hefendehl, Roland (Hg.)



Münchener Kommentar StGB, Band 2, §§ 38–79b
5. Aufl., C.H.Beck, München 2025
ISBN 978- 3406813122
geb., 1935 S.
369 €

Münchener Kommentar StGB, Band 5, §§ 263–297
5. Aufl., C.H.Beck, München 2025
ISBN 978-3406813153
geb., 1567 S.
369 €



Die Bände 2 und 5 des Münchener Kommentars zum StGB unterscheiden sich deutlich in ihrer Bedeutung für die kriminalistische Praxis.

Band 2 (§§ 38–79b StGB) ist in erster Linie aus Gründen der Vollständigkeit relevant: Wer mit dem Gesamtwerk arbeitet, sollte ihn besitzen, für den täglichen Ermittlungsalltag spielt er jedoch nur eine untergeordnete Rolle.

Band 5 dagegen, der die Vermögens- und Fälschungsdelikte (§§ 263–297 StGB) behandelt, ist für Betrugsermittler von erheblichem praktischem Nutzen. Die Vielzahl und Komplexität der Betrugsformen machen eine präzise Auslegung der Tatbestandsmerkmale unerlässlich. Genau hier überzeugt der Kommentar durch seine praxisnahe, gut lesbare Darstellung und zahlreiche anschauliche Fallbezüge. Beispielhaft genannt seien beim allgemeinen Betrug der „Autowasch-Fall“ und der „Schließfach-Fall“ (§ 263, Rn. 513 f.), die nicht nur inhaltlich klar aufbereitet, sondern auch im Sachverzeichnis anwenderfreundlich erschlossen sind.

Die ausführlichen Hinweise auf die einschlägige Rechtsprechung unterstützen Ermittler dabei, Tatbestände sicher einzuordnen und Verdachtslagen präzise zu prüfen. Gerade wegen seiner Lesefreundlichkeit und Praxisnähe eignet sich Band 5 für im Deliktsbereich tätige Kriminalisten auch als kontinuierlich nutzbares „Lesebuch“.


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