Sprachmaschinen

12.01.2026

Eine Philosophie der künstlichen Intelligenz: Simanowski, Roberto


5. Aufl., C.H.Beck, München 2026
ISBN 978-3406837531
brosch., 288 S.
23 €


Mit Sprachmaschinen - Eine Philosophie der künstlichen Intelligenz richtet Roberto Simanowski den Blick bewusst jenseits technischer Detailfragen auf die kulturellen und epistemischen Folgen von KI-Sprachmodellen.

Ausgangspunkt ist die zentrale Einsicht, dass Systeme wie ChatGPT Texte nicht durch Denken erzeugen, sondern durch statistische Wahrscheinlichkeit. An die Stelle von Kategorien wie wahr oder falsch tritt die Logik von oft oder selten. In Anlehnung an Heidegger beschreibt Simanowski Sprache als „Haus des Seins“, das wir kulturell bewohnen – und in das die Sprachmaschine als scheinbar hilfreicher Diener eindringt: leise, dauerhaft und mit tiefgreifenden Folgen für unser Verstehen.

Trotz gewisser Redundanzen schärft das Buch eine zentrale Warnung: Sprachmaschinen verändern nicht nur Inhalte, sondern die Bedingungen von Sinn- und Wissensproduktion selbst. Für Kriminalistinnen und Kriminalisten ist diese Perspektive besonders relevant, weil sie hilft zu verstehen, wie KI Wissen plausibilisiert, verzerrt und damit Urteilsbildung beeinflusst.


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