Wir, aber besser.

12.01.2026

7 Ideen, wie Künstliche Intelligenz uns kreativer und menschlicher macht: Schmalzried, Gregor



Goldmann Verlag, München 2025
ISBN 978-3442143245
brosch., 253 S.
18 €


Schmalzrieds zentrale These ist auch für die Kriminalistik von Bedeutung: Die Zukunft in der „KI-fizierten Welt“ wird aktiv mitgestaltet. Fehler sind unvermeidlich – der größte wäre jedoch, die Technologie zu ignorieren.

In sieben Anstößen beschreibt er KI als Denkverstärker, nicht als Denkersatz: vom Lernen im Dialog über den bewussten Umgang mit Informationsüberfluss bis hin zu neuen Lern- und Arbeitsformaten: ein notwendiges vertikales Verschieben des Denkens von Reproduktion über Transfer zur Reflexion. Schmalzried begreift KI als Wahrscheinlichkeitsmaschine – leistungsfähig, aber halluzinationsanfällig.

Je besser die Ergebnisse, desto größer die Gefahr, sie ungeprüft zu übernehmen. Dem setzt er menschliche Stärken entgegen: Intuition, Urteilsvermögen, Anpassungsfähigkeit und den produktiven Zweifel. Eindringlich warnt er davor, KI-Agenten wie Personen zu behandeln.

Für die Praxis besonders relevant ist der Blick auf KI-gestützte Kriminalität: Deepfakes, Stimmenimitationen und digitale Angriffe sind längst Realität. Wer KI ignoriert, verpasst nicht nur Effizienzgewinne, sondern auch das Verständnis neuer Täterstrategien. „Wir, aber besser“ ist leicht lesbar und praxisnah geschrieben.

Fazit: Dieses Buch gehört nicht ins Feuilleton, sondern auf den Schreibtisch. Eine uneingeschränkte Lektüreempfehlung für alle, die KI nicht fürchten, sondern verstehen und privat wie beruflich reflektiert nutzen wollen.


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