Niedersachsen

Direktionsverband Hannover

Fachlichkeit und Engagement

Nur noch wenige Tage, dann wird auch der Direktionsverband Hannover auf sein 50-jähriges Bestehen zurückblicken können. Am 28.11.1968, einem Donnerstag, erfolgte die Gründung des damaligen Bezirksverbandes Hannover im Freizeitheim Ricklingen, welches übrigens heute noch existiert.

Auf der damaligen Einladung steht zu lesen, dass der Bundesvorsitzende, KHK Stang vom LKA Düsseldorf, das „Referat des Abends“ halten wird. Heute würde man das wohl als Impulsvortrag bezeichnen. Übrigens war die Teilnahme an der damaligen Veranstaltung nur auf Angehörige der Kriminalpolizei beschränkt. Da sind wir heute doch weitaus aufgeschlossener…

Die Anzahl der Kriminalbeamten in der Polizeidirektion Hannover war in den Folgejahren noch recht überschaubar. Im Schwarzbuch über die niedersächsische Kriminalpolizei, welches der BDK 1982 herausgegeben hat, ist die Sollstärke mit ca. 300 Kriminalbeamten angegeben. Allerdings war auch schon zu dieser Zeit der tägliche Ausfall von Kollegen durch Krankheit, Urlaub, Fortbildung oder auch Vergütung von Mehrarbeit zu beklagen, so dass sich die Zahl der tatsächlich einsetzbaren Kriminalbeamten auf ca. 200 Kriminalbeamte täglich belief. Der Fairness halber sei gesagt, dass die Kollegen des Kriminaldauerdienstes und des Mobilen Einsatzkommandos dabei nicht mitgezählt worden sind.

Blickt man auf die Forderungen des BDK Mitte der 90er Jahre, so stellt man fest, dass u.a. die Themen „Transparenz bei Personalmaßnahmen“ und „gerechtere Beurteilungsrichtlinien“ offensichtlich schon damals die Gemüter bewegten. Manche Dinge verlieren halt nie an Aktualität.

Neben diesen Themen setzt sich der Direktionsverband Hannover aktuell für die Verjüngung der Ermittlungsbereiche des ZKD und der KED ein, da insbesondere dort in den nächsten Jahren eine massive Pensionierungswelle ansteht und damit nicht nur Personal, sondern auch erhebliches Fachwissen verlorengeht.

Aber auch das Deliktsfeld Wohnungseinbruchdiebstahl (WED) bewegt den BDK, da diese Straftaten erhebliche Auswirkungen auf das Sicherheitsgefühl der Bürger hat. Das System „PreMap“, welches zeitnah Informationen über begangene, aber auch prognostische WED an mit Tablets ausgestattete Kollegen weitergibt, kann einen unterstützenden Ansatz in der Täterermittlung bieten.

Gerade in Hannover ist es in den letzten Jahren dem BDK insbesondere auch gelungen, die Quote der Amtsbezeichnungen der Kriminalpolizei angemessen hoch zu halten.

Diese und viele weitere Themen bewegen den Direktionsverband Hannover, seit Dezember 2025 unter dem Vorsitz von Rico Hannemann.

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter ist, wie alle anderen Gewerkschaften auch, aus ihrer aktiven und fachlichen Arbeit in den Personalräten nicht wegzudenken. Auch hier ist der BDK immer bestrebt, für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Beste heraus zu holen.

Um auch weiterhin tatkräftig für die Belange der (Kriminal-)Polizei eintreten zu können würden wir uns freuen, wenn sich insbesondere jüngere Kollegen/-innen dazu entschließen können, unseren Direktionsverband mit ihrer Fachlichkeit und ihrem Engagement zu unterstützen.