Direktionsverband Lüneburg
Über die östliche Landesgrenze hinaus
Die Welle der Gründung von Bezirksverbänden in Niedersachsen setzte sich bis in die nordöstlichsten Zipfel des Landes fort: Auch in den Regierungsbezirken Lüneburg und Stade (1978 in den Regierungsbezirk Lüneburg eingegliedert) wurden Kriminalistinnen und Kriminalisten aktiv - auch hier war die Unzufriedenheit groß, da sich eine große Einheitsgewerkschaft nicht um ihre Belange kümmerte und wenig Interesse an der Kriminalpolizei zeigte.
Der Bezirksverband Lüneburg wurde zunächst geleitet von Sigurd Schmidt, weitere Vorsitzende waren Heinrich Rauch, Hartmut Sievers und Hans-DieterWilhus. Die Umstrukturierungen 2004 führten zur Auflösung der Bezirksregierungen - es entstand der Direktionsverband Lüneburg mit den zugeordneten Polizeiinspektionen Stade, Harburg, Rotenburg/W., Heidekreis, Celle und Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen. Seit 2019 ist hier Carsten Waldmann Vorsitzender.
Als grenznaher Bezirksverband war es auch eine Selbstverständlichkeit für den Bezirksverband Lüneburg, nach dem Mauerfall Kontakt zu den benachbarten Kriminalisten in der damaligen DDR aufzunehmen. Wenige Tage nach erstem Briefkontakt kam es zu einem persönlichen Treffen und dann auch zur Teilnahme an der Jahreshauptversammlung.
Eine besondere Veranstaltung für den Direktionsverband Lüneburg war die Ausrichtung des Landesdelegiertentages am 06./07.09.05. Dafür konnte als Festreferent Dieter Langendörfer gewonnen werden, damals Leiter Konzernsicherheit der Volkswagen AG und Kriminalbeamter a.D. und ehemaliger Leiter der Soko Reemtsma. Dieter Langendörfer referierte zum Thema „Milliardenlöcher durch Kriminelle – Bankrott der Verbrechensbekämpfung“.
Einen großen Erfolg konnte der BDK Direktionsverband Lüneburg bei der Personalratswahl der Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen am 12./13. April 2016 verzeichnen – der BDK erhielt erstmalig zwei Sitze im örtlichen Personalrat.
Den drängenden Handlungsbedarf hinsichtlich Anerkennung beruflicher Qualifikation erlebte der Direktionsverband Lüneburg hautnah: Zum 01.08.18 quittierte ein junger Kollege seinen Dienst und wechselte nach seinem erfolgreichen berufsbegleitenden Studium „Master Kriminalistik“ in den Ermittlungsbereich eines Industrieunternehmens. Der ehemalige Kollege war als Schriftführer Mitglied des Vorstandes im Direktionsverband Lüneburg. Auch nach Verlassen der Polizei ist es dem ehemaligen Kollegen wichtig, den BDK als Fördermitglied zu unterstützen.